Prosper-Haniel in Bottrop

Prosper-Haniel
Prosper-Haniel (Bildquelle: RAG), Klicken zum Vergrössern

Das Abteufen des Schachtes 1 begann im August 1856 und 1860 wurde in 175,9 m Teufe das Steinkohlengebirge erreicht. Die Förderung begann 1863 mit 315 Arbeitskräften. 1863 wurde auf dem Gelände von Prosper 1 auch die erste Kokerei errichtet. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung zu Beginn der 1870er Jahre wurde auf dem Gelände Prosper II mit dem Abteufen des Schachtes 2 begonnen, der den noch erhaltenen Malakowturm als Förderturm erhielt. Die Förderung aus diesem Schacht begann 1875 und 1877 folgte der Durchschlag nach Prosper I.

In den Laufe der Jahren wurde ein sehr umfassender Zusammenfassungsprozeß durchgeführt, welcher die Nordwanderung des Steinkohlenbergbaus an der Ruhr besonders veranschaulicht. Im Jahre 1974 fasste die Ruhrkohle AG die Zechen Prosper, Jacobi und Franz Haniel zum Verbundbergwerk Prosper-Haniel zusammen. Es gingen ein die Schachtanlagen Prosper I (1/4/5), Prosper II (2/3/8), Prosper III (6/7), Prosper IV (Schacht 9), Arenberg Fortsetzung 1/2, Jacobi 1/2, Franz Haniel 1/2, Möller 5, sowie die Kokerei Prosper.

Am 27. Mai 2011 wurde durch den Oberbürgermeister der Stadt Bottrop, Bernd Tischler, die 7. Sohle in einer Teufe von 1159 Metern feierlich eröffnet. Die aktuelle Jahresproduktion liegt bei 4,00 Mio t Förderung und 2 Mio t Kokserzeugung. Es werden 4100 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Stilllegung der Zeche ist für das Jahr 2018 vorgesehen.

Dieser Text ist ein Auszug aus der Seite „Bergwerk Prosper-Haniel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18. Oktober 2012, 03:58 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bergwerk_Prosper-Haniel&oldid=109454591 (Abgerufen: 21. Februar 2013, 12:53 UTC).

Auguste Victoria in Marl

Zeche Auguste Victoria (Bildquelle: RAG), Klicken zum Vergrössern

Bei Schürfbohrungen stießen die Düsseldorfer August Stein (Kommerzienrat) und Julius Schäfer (Ingenieur und Fabrikbesitzer) auf Steinkohle. Sie gründeten 1899 die bergrechtliche Gewerkschaft Auguste Victoria, benannt nach der Königin von Preußen und letzten deutschen Kaiserin Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, die die 1898 konsolidierten Grubenfelder Hansi I und Hansi II erwarb. An der Victoriastraße in Hüls begann man mit den Abteufarbeiten von Schacht 1 für das neue Bergwerk. 1900 begann man einige Meter weiter, Schacht 2 zu teufen. Im Jahre 1901 wurde die Arbeit wegen harter Mergelschichten und Wasserzuflüssen bei 40 m Teufe eingestellt. 1902 wurde die Arbeit an Schacht 2 mit dem Gefrierverfahren wieder aufgenommen, Schacht 1 wurde jedoch vorerst aufgegeben. Die Nummerierung der Schächte wurde aus diesem Grund umgekehrt: Schacht 2 wurde in Schacht 1 umbenannt. 1903 wurde der erste Schacht, nun Schacht 2, weitergeteuft. Schacht 1 erreichte 1904 bei circa 580 m Teufe das flözführende Karbon, Schacht 2 ein Jahr später bei etwa 591 m Teufe. 1905 und 1906 gingen die beiden Schächte in Betrieb.

Auf der Zeche Auguste Victoria wurden 1938 Blei-Zink-Erzvorkommen im „William-Köhler-Gang entdeckt und unter den Autarkiebemühungen des Dritten Reiches auch abgebaut. In den 1950er Jahren wurden ca. 20 % der deutschen Erzproduktion auf der Zeche Auguste Victoria gefördert (1956: 349.000 t Erz). Allerdings wurde der Abbau unwirtschaftlich und 1962 eingestellt.

Auf dem Gelände von Schacht 1/2 befindet sich heute die Ausbildung von Auguste Victoria. Die Schächte wurden 2007 verfüllt, den Fördertürmen wurden die Seile abgenommen. Schacht 6 wurde im November 2012 verfüllt. Das Fördergerüst über Schacht 4 wurde erhalten und 1995 in die Denkmalliste aufgenommen. 2005 wurde im Maschinenhaus von Schacht 4 ein lokales Bergbaumuseum eröffnet.

Die Stillegung der Zeche ist für 2015 vorgesehen.

Dieser Text ist ein Auszug aus der Seite „Zeche Auguste Victoria“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. Januar 2013, 14:52 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zeche_Auguste_Victoria&oldid=113470711
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